Eine Marke braucht eine klare Antwort
Wenn drei Personen dein Unternehmen beschreiben, sollten nicht drei völlig unterschiedliche Angebote entstehen. Markenstrategie schafft eine gemeinsame Grundlage: Wem hilfst du, bei welcher Aufgabe und warum sollte sich jemand für dich entscheiden?
Beginne mit tatsächlichen Kundengesprächen. Welche Fragen wiederholen sich? Was wird geschätzt? Welche Erwartungen passen nicht zu deinem Angebot? Daraus entstehen bessere Hinweise als aus einer Liste möglichst positiv klingender Eigenschaften.
Positionierung konkret formulieren
Beschreibe Zielgruppe, Aufgabe und Unterschied in wenigen Sätzen. «Qualität und Innovation» kann fast jeder behaupten. Eine konkrete Arbeitsweise, besondere Erfahrung oder ein klar definierter Schwerpunkt lässt sich besser erklären und überprüfen.
Eine hilfreiche Arbeitsvorlage lautet: Wir unterstützen [Zielgruppe] bei [Aufgabe]. Dabei verbinden wir [Kompetenz oder Vorgehen], damit [gewünschter Nutzen] möglich wird. Die Formulierung ist eine Denkstütze und noch kein fertiger Werbeslogan.
Werte in Verhalten übersetzen
Ein Wert wird glaubwürdig, wenn er Konsequenzen hat. «Persönlich» kann bedeuten, dass Kunden direkt mit der verantwortlichen Person sprechen. «Transparent» kann heissen, dass Offerte, Zuständigkeiten und Änderungen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Schreibe zu jedem Wert ein beobachtbares Verhalten und ein Gegenbeispiel. So entsteht eine Grundlage, die auch deinem Team im Alltag hilft.
Sprache und Gestaltung verbinden
Die Tonalität bestimmt, wie deine Marke spricht. Corporate Design macht die Richtung visuell erkennbar. Beides sollte zur Zielgruppe und zu den tatsächlichen Leistungen passen. Ein neuer Farbton allein korrigiert keine unklare Positionierung.
Prüfe den Entwurf an echten Anwendungen: Startseite, Offerte, Social-Media-Beitrag und Kundengespräch. Bleibt die Aussage konsistent? Ist sie verständlich, ohne dass jemand vorher die Strategiepräsentation gelesen hat?
So beginnst du
- Sammle typische Kundenfragen und Gründe für eine Beauftragung.
- Formuliere Angebot und Zielgruppe in Alltagssprache.
- Entscheide, wodurch du dich nachvollziehbar unterscheidest.
- Übersetze die Richtung in Sprache, Gestaltung und konkrete Anwendungen.
Eine Strategieberatung kann diesen Prozess strukturieren. Das Ergebnis sollte eine nutzbare Grundlage sein, auf der Gestaltung und Kommunikation aufbauen.
Markenstrategie, Branding und Corporate Design unterscheiden
| Begriff | Aufgabe | Mögliches Ergebnis |
|---|---|---|
| Markenstrategie | Zielgruppe und Positionierung klären | Markenversprechen und Prioritäten |
| Branding | Die Marke aufbauen und erlebbar machen | Sprache, Gestaltung und Anwendungen |
| Corporate Design | Die visuelle Identität festlegen | Logo, Farben, Schriften und Regeln |
Ein KMU muss dafür kein umfangreiches Handbuch erstellen. Wichtiger ist, dass die Verantwortlichen die Richtung verstehen und an einer Website, Offerte oder Präsentation anwenden können. Halte auch fest, welche Aussagen ihr bewusst nicht macht, weil sie nicht zum tatsächlichen Angebot passen.
Die Strategieberatung klärt die Grundlage. Branding und Corporate Design übertragen sie in deinen sichtbaren Auftritt.
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